Die Schönen vom Lande
Dorfkirchen rund um den Beetzsee

Kunsthistorische Führung

Referentin:
Claudia-Karina Rose
Vorsitzende des Fördervereins.

Die Dorfkirchen rund um den Beetzsee sind repräsentative Bauten des Mittelalters und der Neuzeit auf dem Lande. Sie stammen aus unterschiedlichen Bauzeiten und Stilepochen. Von Romanik über Gotik, Renaissance bis hin zum Barock und Jugendstil, sind alle kunstgeschichtlich interessanten Bauepochen vertreten.

Die Dorfkirchen dokumentieren die religiösen wie die politischen Anschauungen der Landbevölkerung mit ihren Patronatslogen, Kanzelaltären und Winterkirchen. An ihnen sind die gesellschaftlichen Veränderungen vom Konfessionswechsel bis zu den Fördervereinen, die heute häufig Verantwortung übernehmen, ablesbar und nachvollziehbar. Jede Dorfkirche hat ihre eigene Art und Schönheit.

Die Sakralbauten haben im Wandel der Zeiten nichts von Ihrer Anziehungskraft verloren. Während der Führung wird den Fragen nachgegangen, wer diese Gotteshäuser errichtete, wann und aus welchem Materialien sie erbaut wurden, welche Innenausstattung sie haben und wer sich in unserer heutigen Zeit um die Dorfkirchen kümmert.

Die Kirchen sind eingebunden in die geschichtliche und religiöse Entwicklung des Havellandes, ja der Mark Brandenburg. Deshalb werden in kurzen Abhandlungen die Besiedlung des Landes, die Christianisierung und Ostkolonisierung, sowie die soziale Struktur der Dörfer im 14.Jh. dargestellt.

Auch die kunstgeschichtlichen Besonderheiten und Eigenarten jeder Dorfkirche werden exemplarisch aufgezeigt. Es wird über Kanzelaltäre, Taufengel, Totenkronenkult und Sakramentsnischen referiert. Auch das Stifterbild und der Stifteraltar werden eingehend beschrieben und gewürdigt. Ferner wird über Wallfahrten im Havelland und über den mittelalterlichen Aberglauben nachgedacht.