Herrenhäuser und Patronatswesen
von Ribbek und von Borsig im Havelland

Die Familie von Ribbeck ist über die Grenzen der Mark Brandenburg hinaus berühmt geworden durch das Gedicht von Theodor Fontane. Sie zählt zu den bodenständigsten Rittergeschlechtern im Havelland. An Hand ihrer Familienchronik kann man gut die Geschichte des märkischen Landadels über die Jahrhunderte hinweg nachvollziehen. Von der erstmaligen Erwähnung 1237 bis zur Teilung der Familie im 16.Jh. in zwei Linien, ebenso wie vom Kampf um die Erhaltung der Güter im 17. Jh. bis hin zur Konsolidierung und Machtentfaltung im 18. und 19. Jh. sowie bis zum Untergang des Landadels nach 1945 in Ostdeutschland, lässt sich der Weg der Familie bis heute exemplarisch verfolgen.

Es werden das sog. Renaissance Schloss, das Feste Haus, im Besitz der Familie von Ribbeck von 1772 - 1945 und die Dorfkirche in Bagow mit einem Stifterbild aus dem 17. Jh. angesehen. Auch das Schloss in Ribbeck, erbaut 1893, mit dem Heimatmuseum und die Dorfkirche sowie die alte Brennerei werden besichtigt.

Im Kontrast zur adligen Familie von Ribbeck wird das Landgut der von Borsigs, einer Industriellen Familie, in Groß Behnitz besichtigt. Albert Borsig kaufte es 1866 dem verarmten Grafen von Itzenplitz für 450.000 Taler ab. Der Großindustrielle ließ sich hier am See eine Villa im Stil der Neorenaissance und ein Mustergut errichten. Die Villa dokumentierte den Zeitgeist des damals einflussreichen Geldadels. Die Villa ist aber leider 1947 vollständig abgebrannt. Jedoch sind die eindrucksvollen Wirtschaftsgebäude des Gutes und die Dorfkirche von Groß Behnitz mit der Gruft der von Borsigs nicht minder interessant.

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Feste Haus Bagow Schloss in Ribbeck Landgut Borsig